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| 01.01.1970 | ep | 8 tracks | 53:52 min | 74 mb
 
mp3 downloads 192kbps
01
Everyday Deterioration  04:59 | 7 mb
   
02
Niello Tryst  10:51 | 15.27 mb
   
03
Cold Front  05:56 | 8.35 mb
   
04
Coriolis Effect  06:53 | 9.69 mb
   
05
Cumulus Shifting  02:49 | 3.69 mb
   
06
Mileece's Reduction  06:05 | 8.57 mb
   
07
Nonlinear Surface Tensions  14:14 | 20 mb
   
08
Still Life  02:05 | 4 mb
   

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reviews
Bernhard Straub | 10/2005
Hier die erste Besprechung einer Netlabel-Veröffentlichung. Netlabel veröffentlichen z.T. hervorragende, meist unbekannte Künstler und Musik. Der Download der Dateien ist in der Regel kostenlos. Das hier mit der Besprechung von 'Studies of Lifeform in Transit' vorgestellte Label Autoplate gehört zum feinsten, was ruhige bis sehr experimentelle elektronische Musik angeht. An dieser Stelle wird sicher noch mehr von Autoplate zu berichten sein!

Es gibt ruhige Musik, die man im Hintergrund hören kann, aber auch solche, die zum Hinhören zwingt. Zu letzterer gehört sicherlich 'Studies of Lifeform in Transit' von Off the Sky. Wer sich darauf einlässt, wird feststellen, dass diese Musik dann ein Tor sein kann um unseren Gedanken und unserem Bewusstsein freien Lauf lassen zu können.

Einige Eindrücke beim Hören: Die insgesamt acht Stücke bestehen aus sich langsam entwickelnden, harmonischen Klängen, zu denen sich wie Sternenstaub seltsame zischende und bratzelnde Geräusche gesellen. Diese wirken aber nicht störend, sondern es entstehen zwei Ebenen der Empfindung - Die ruhigen Klänge mehr körperlich, die Geräusche eher im Bewusstsein.

Zu den Stücken: - Everyday Deterioration mit sägenden, obertonreichen Klängen macht gleich klar, dass es hier nicht um Einlullen geht. Dies ist eins der eher 'industriellen' Stücke, irgendwie entsteht bei mir ein Bild einer leeren Fabrikhalle bei Nacht, irgendwelche Geräte zischeln noch im Hintergrund und Metallteile berühren sich leise - Niello Tryst, mein Lieblingsstück auf dieser Veröffentlichung, ist ein sehr nach aussen gerichtetes Stück. Ein offener, sternenübersäter Nachthimmel tut sich auf, das eigene Ich gerät in den Hintergrund. Sternschnuppen tauchen auf und verschwinden, Quasare senden undefinierbare Radiosignale... - Cold Front verstömt tatsächlich Kälte, eine unendliche Landschaft erstarrt in Eis... - Coriolis Effect ist ein eher nach innen gerichtetes, erdendes Stück - Cumulus Shifting, kurz und klaustrophobisch - Mileece's Reduction ist eher dem Element Wasser zugeordnet, wer an einem einsamen Strand schon einmal ein paar Stunden einfach nur die Wellen beobachtet hat, kann sich vielleicht in diesem Stück wiederfinden. Ein flacher Strand an einem grauen Tag, die Wellen haben nur wenig Kraft. - Nonlinear Surface Tensions ist das längste Stück (14:14) und es wird eindeutig wieder kosmischer. Irgendwo im galaktischen Nebel dürfte es sich so ähnlich anfühlen, nicht nur kalt und einsam, sondern auch voller strahlender Farben und Sonnen. - Still Life ist ein versöhnliches Stück, das nach all den vorigen Ausflügen ins Unberechenbare und Unendliche die eigene Schönheit hervorhebt.

http://www.sternennetz.de
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