reviews
Bernhard Straub | 10/2006
Neue Autoplate-Releases anzuhören ist so wie eine Wundertüte öffnen. Wenn ich denke, was da von Andrey Kirichenko bis Off the sky schon alles an irrem Zeug dabei war… Jetzt gibt es das erste Release von Fern, und This first day ist für mich definitiv wieder ein ganz grosser Knaller. Sehr Ambient das Ganze, im eigentlichen Sinne - der Hörer befindet sich in einem deutlich wahrnehmbaren Raum, den allerlei Samples, Geräuschfetzen und Melodien füllen.
Ein Raum, den man gerne und immer wieder erkundet, fast hörspielartig entfalten sich die Titel wie Nachtschattenweg, Sie kamen und… etc. Dazu trägt auch die manchmal jazzige Stimmung bei, Bass- und Schlagzeugatome verbinden sich, gehen wieder ihren eigenen Weg… Andere Titel wie Wolkental oder Stratos treten verhaltener und träumerischer auf, in jedem Fall eine bewusstseinserweiternde Hörerfahrung.
http://www.windwalzer.de/?p=39
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Thierry Massard | 10/2006
an enigma … this release is a complete enigma. Since the beginning of this week, i try to understand … understand then by far, interpret my global interest for this early day but, such as water passing through the fingers, the enigma is still there - a secret monolith. Yes, this "first day" is a monolithic enigma beauty with whom you learn to live everyday. The simple and ordinary complicity of each moment.
But anyway, before starts this "normality" was :: this first day.
As on this evident subjective and quite relative revelation, i don't want to give you the impression of a personal lack of courtesy, i just like to add that this one day old new paddle is simply all right for me.
Now, what about you ?
http://massard.blogspot.com/2006/10/fern-this-first-day.html
Gunnar Borchers | 11/2006
Fern, dahinter stecken das kreative Klangkollektiv Johannes Rix and Jürgen Krause. Wie auch mir sollten beim ersten Anhören dem geneigten Hörer komplexe, nein gewaltige Klangwellen entgegen strömen, vor denen uns nicht einmal die besten Rettungsschwimmer bewahren können. Ach, aber warum auf Rettung hoffen? Wir sind sowieso hilflos verloren im Strudel unendlich weiter Klangwelten. Und das ist positiv gemeint. Ich fühlte als würde ich von Insel zu Insel getrieben.
10 Inseln lassen sich so, schon fast spürbar, erlauschen und erfahren.
Jede mit einem anderen Thema und einer anderen Musik. Jede eine Schönheit für sich. So schön das man Sie einfach nicht mehr verlassen möchte. Ja, und nun sitze ich hier auf meiner kleinen Insel… und schaue mich um und denke: “Mit welchen einfachen Worten könnte ich dieses Album beschreiben? Toll? Super? Fantastisch? Oder etwa Wunderbar? Ach was! Wörter sind für dieses Album eigentlich nur Schall und Rauch.
Also auf.
Besucht jede Insel und lasst euch dann vom Strudel gefangen zu nehmen.
Hört sie euch alles an. Und lasst euch treiben.
Sie sind einfach alle schön.
http://www.gunnar-borchers.de/?p=350
Mogwai | 11/2006
es ist mal wieder herbst und die anzahl der ambient-releases steigt wieder kräftig an. es beginnt nun einmal auch wieder die jahreszeit zu welcher der kuschelbedarf besonders ansteigt.
genau richtig kommt dann dazu auch das neue autoplate-release, das eigentlich keiner großen worte bedarf. hörspielartig ist das debut von fern, der mal jazzig und melodiös oder ambienthaft sphärisch für eine verträumte stimmung sorgt.
natürlich darf dieses meisterwerk in keiner sammlung fehlen!
http://kreislauf.org/ezine/2006/10/fern-this-first-day.html
Arno Raffeiner | 11/2006
Wirklich gute, wirklich schöne Musik macht es einem nicht gerade leicht, sie in Worten einzufangen. Musik, die vom ersten Moment an in ihren Bann zieht, aber ihr Geheimnis einfach nicht preisgeben will und wohl auch nach dem hundertsten Hinhören nicht banal erklärbar wird. “This First Day”, das Debüt des Duos Fern aus Köln und Düsseldorf, ist so ein Fall von zu schöner Musik, mit der es eine Plattenkritik unglaublich schwer hat. Aber schließlich machen es sich Jürgen Krause und Johannes Rix alias Fern ja auch nicht leicht. Seit 1997 musizieren sie gemeinsam, erst eher hobbymäßig, dann in Bandprojekten, immer unterwegs von ihren maßgeblichen Einflüssen hin zu einer persönlichen Klangsprache, die sie mit Fern endlich gefunden haben. Über zwei Jahre lang treffen sie sich nun schon jeden Montagabend, verkabeln ihre Computer und schicken die liebsten Klänge, die ihnen in der Zwischenzeit irgendwo zufällig begegnet sind, in ihren gemeinsam geschaffenen Interaktionsraum: warme Flächen, Glocken- und Vibrafonechos, die sich gegenseitig umschmeicheln, auch Spuren von Jazz und Fusion, die ihre Virtuosität ganz in den Dienst der melancholischen Stimmungen stellen. Alles wabert und fließt in diesem Understatement-Ambient, es gibt wenig zum Festhalten, und doch ist man in jedem Moment aufgehoben. Vielleicht reicht für die Beschreibung einer wunderbaren Platte wie dieser eine schlichte Wahrheit: dass man sich wohl fühlt, wenn sie erklingt.
http://www.intro.de/platten/heimspiel/23038641
Carsten Pötter | 12/2006
Eventually a new release on veteran netlabel Autoplate. This time it is a ten track release by German duo Fern. And once again Autoplate don’t disappoint with this release. Just too often ambient releases tend to be boring and non-adventurous because producers trust too much on proven and tested sounds. Thus many releases sound identical. Fern are more original and different. The bass parts in some of the tracks like in Nachtschattenweg remind me of 70s fusion bands like Weather Report or some ECM releases. Though Fern don’t copy, rather they let the deep and warm bass contrast the sounds of waves hitting the shore like on the fourth track Sie Kamen Und…While you can easily listen to the individual tracks I recommend listening to the whole release in one session. You can better experience the beauty of the sounds and its character as a self-contained musical story.
http://www.notsorelevant.com/2006-10-17/fern-this-first-day-autoplate-040/
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